저자: 미상 · 외국인
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2000년 닷컴 버블 당시 소프트뱅크 창업자 손정의가 재산 약 764억 달러에서 약 60억 달러 미만으로 급락한 과정을 다룬 역사 다큐 성격의 영상. 300여 개 투자 포트폴리오, 과도한 부채, 소프트뱅크 주가 93% 하락 등을 설명하고, 이후 브로드밴드·보다폰 재팬·아이폰 유통 등으로 회복한 과정과 비전펀드 손실을 함께 서술. 특정 자산의 향후 가격 방향 예측 발언은 없음.
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Was passiert mit einem Menschen, der glaubt, die Zukunft sehen zu können? Er setzt nicht nur auf morgen, sondern verwettet sein ganzes Vermögen, seinen Namen, seine ganze Existenz auf eine einzige Vision. Zwischen Genie und Wahnsinn verläuft nur eine schmale Linie. Und manchmal erkennt man den Unterschied erst, wenn alles schon in Trümmern liegt.
Diese Geschichte handelt genau von diesem Moment. Dem Moment, in dem die Schwerkraft zurückkehrt. Willkommen zurück. Heute sprechen wir über Masayoshi Son, den Mann, der im Jahr 2000 für einen kurzen Moment reicher war als Bill Gates. Er kontrollierte ein Imperium aus über 300 Unternehmen und verlor dann 70 Milliarden Dollar. Schneller als jeder andere Mensch in der Geschichte.
Diese Geschichte ist keine Mahnung aus der fernen Vergangenheit. Sie ist eine Blaupause. Denn was Masayoshi Son widerfuhr, wiederholt sich in jeder spekulativen Blase. Die Namen ändern sich, die Mechanik bleibt gleich.
Frühling 2000, Tokio. Ein Büro hoch über dem Stadtteil Shiodome. Durch die Fenster sieht man die Stadt in der Dämmerung versinken. Ein einzelner Mann sitzt in diesem Raum. Auf den Bildschirmen vor ihm flackern Zahlen. Die Softbank-Aktie notiert bei fast 198.000 Yen, ihrem Allzeithoch. Eine Grafik auf dem Bloomberg-Terminal zeigt sein geschätztes persönliches Vermögen: 76,4 Milliarden Dollar. Laut Bloomberg-Schätzungen ist Masayoshi Son in diesem Moment der reichste Mensch der Erde.
Reicher als Bill Gates. Reicher als jeder Monarch, jeder Ölbaron, jeder Erbe eines Industrieimperiums. Drei Tage später beginnt der Absturz, zunächst leise, dann unaufhaltsam. Doch um zu verstehen, warum dieses Kartenhaus einstürzen musste, müssen wir ganz von vorne beginnen.
1957, Tosu, eine kleine Stadt in der Präfektur Saga auf der südjapanischen Insel Kyushu. Enge Straßen, bescheidene Holzhäuser, Reisfelder, so weit das Auge reicht. Hier wurde Masayoshi Son geboren. Sein koreanischer Geburtsname lautet Son Jeong-ui. Er ist der Enkel koreanischer Einwanderer.
Man muss verstehen, was das bedeutet. Ethnische Koreaner in Japan, die sogenannten Zainichi-Koreaner, lebten über Generationen am Rand der Gesellschaft. Sie mussten besondere Ausweise für Ausländer tragen. Bestimmte Berufe blieben ihnen verwehrt. Manche Schulen waren für sie geschlossen. Die Diskriminierung war systematisch und dokumentiert.
Sons Familie lebte in einer dieser Siedlungen für koreanische Minderheiten. Sein Vater hielt Schweine und braute, wie Son später öffentlich erzählte, illegal Schnaps, um die Familie zu ernähren. Armut war die Norm. Doch sein Vater hatte ein Prinzip, das alles durchdrang: Bildung. Bildung um jeden Preis.
Dann geschieht etwas, das den Lauf eines Lebens verändert. Ein Lehrer erzählt dem Teenager von Den Fujita, dem japanischen Geschäftsmann, der McDonald's nach Japan brachte. Son liest alles über ihn, verschlingt seine Bücher und fasst mit 16 Jahren einen Entschluss, der seinem Umfeld absurd erscheinen muss. Er will nach Amerika.
Diese Geschichte ist keine nachträgliche Mythologie. Son selbst hat sie öffentlich immer wieder erzählt, unter anderem in seiner Rede an der Universität Berkeley im Jahr 2014.
1974, Kalifornien. Ein 16-jähriger koreanischstämmiger Junge aus einer kleinen japanischen Stadt betritt amerikanischen Boden. Son besucht die Serra Monte High School in Daly City nahe San Francisco. Er überspringt Klassen, besteht Prüfungen vorzeitig und wird an der University of California, Berkeley, aufgenommen. Seine Studienfächer: Volkswirtschaft und Informatik.
Auf dem Campus erfindet er ein elektronisches Übersetzungsgerät, ein Taschenwörterbuch für mehrere Sprachen. Das Patent verkauft er an die Sharp Corporation, für rund eine Million Dollar. Das ist in mehreren Biografien dokumentiert. Gleichzeitig importiert er gebrauchte japanische Spielautomaten und stellt sie auf dem Campus auf. Zusätzliches Kapital. Der junge Mann denkt in Systemen.
Und dann das Detail, das alles erklärt. Noch vor dem Abschluss schreibt Son einen 50-Jahres-Plan. Mit 30 will er ein Unternehmen gründen. Bis 40 will er eine Kriegskasse von einer Milliarde Dollar aufgebaut haben. Mit 50 will er ein Imperium mit über 10.000 Beschäftigten führen. Dieser Plan ist keine Legende. Er stammt aus Sons eigenen öffentlichen Aussagen. Er hat ihn niedergeschrieben, bevor er Berkeley verließ.
1981 kehrt Son nach Japan zurück. Er ist 23 Jahre alt. In Fukuoka gründet er Softbank. Zwei Teilzeitangestellte, Startkapital rund 25.000 Dollar. Das Geschäftsmodell ist schlicht: Softwarevertrieb. Softbank wird zum dominierenden Distributor für PC-Software und Technikmagazine in ganz Japan.
Das Unternehmen wächst in den 1980er-Jahren stetig. Dann folgen Expansion, Verlagsübernahmen, Medienbeteiligungen. 1995 kauft Softbank die Marke Comdex, eine der weltweit größten Technologiemessen. Das Imperium nimmt Gestalt an. 1994 ging Softbank an der Tokioter Börse an den Start.
Dann kommt der Moment, der alles verändert. 1995 trifft Masayoshi Son Jerry Yang, den Mitgründer von Yahoo. Son investiert 100 Millionen Dollar in ein Unternehmen, das damals kaum Umsatz erzielt. Man muss diese Zahl wirken lassen: 100 Millionen Dollar auf ein Versprechen. Als Yahoo an die Börse geht und sein Aktienkurs im Internetboom der späten 1990er-Jahre explodiert, wird Sons Anteil Milliarden wert.
Zwischen 1995 und 2000 investiert Softbank in über 300 Internet-Startups weltweit. E-Trade, Buy.com, Webvan, dutzende japanische und asiatische Webunternehmen. Die Finanzpresse verleiht ihm einen Titel: der Warren Buffett des Internets. Die Euphorie erreicht ihren Höhepunkt. Handelssäle im Rausch. Magazintitel mit seinem Gesicht. Dotcom-Partys auf drei Kontinenten.
Und dann diese eine Zahl. Februar 2000. Softbank auf Allzeithoch. 76,4 Milliarden Dollar persönliches Vermögen. Bloomberg und Forbes setzen ihn ganz an die Spitze. Son verkündet öffentlich, Softbank werde innerhalb von 30 Jahren das größte Unternehmen der Welt sein, mit einem jährlichen Umsatz von 10 Billionen Yen. Japanische Medien nennen ihn einen Propheten. Globale Investoren kopieren seine Strategie. Niemand hinterfragt die Grundannahme: Das Internet wird alles verändern. Und Son steht im Zentrum dieser Transformation.
Doch hinter den Schlagzeilen liegt eine Wahrheit, die niemand aussprechen will. Fast keines der mehr als 300 Unternehmen im Softbank-Portfolio ist profitabel. Die Bewertungen beruhen allein auf Wachstumsprognosen und spekulativer Dynamik. Son hat Milliardenschulden aufgenommen, um den Investitionsrausch zu finanzieren.
Die Rechnung ist brutal einfach. Auf der einen Seite der Waage liegen Umsätze, die kaum existieren. Auf der anderen türmen sich Schulden. Das gesamte Konstrukt ruht auf einer einzigen Annahme: Die Kurse werden weiter steigen. Immer weiter. Endlos.
Die Kurse stiegen nicht weiter. Am 10. März 2000 erreichte der Nasdaq sein historisches Hoch bei 5048 Punkten. Dann begann der längste freie Fall, den die Technologiebranche je erlebt hatte.
Der Aktienmarkt kollabiert nicht wie ein Gebäude. Er bröckelt. Stück für Stück, Tag für Tag. Genau das machte März 2000 so grauenhaft. Der Nasdaq verlor in den ersten Wochen 25 Prozent. Kein einzelner Crash, kein dramatischer Moment, in dem alle gleichzeitig schrien. Stattdessen ein langsames Ausbluten. Eine Entleerung der Träume.
Für Masayoshi Son markierte dies den Beginn der größten Vermögensvernichtung, die je ein einzelner Mensch erlebt hat. Die Softbank-Aktie notierte im Februar 2000 bei 198.000 Yen. Dann begann der Fall. Woche für Woche neue Tiefststände. Monat für Monat schlimmer als der vorherige.
Und es war nicht nur Softbank selbst, es war das gesamte Portfolio. Webvan meldete Insolvenz an. Die Lagerhallen wurden dunkel. Buy.com verlor über 90 Prozent seines Börsenwerts. Dutzende japanische Internet-Startups, an denen Softbank beteiligt war, stellten einfach den Betrieb ein. Keine Pressemitteilung, keine Abschiedsrede. Sie verschwanden einfach.
Das war keine schlechte Wette. Es war ein ganzes Portfolio, gebaut auf derselben fragilen Annahme, dass das Internet alles verändern würde, sofort, ohne Umwege, ohne Rückschläge.
Nun zu den Zahlen. Und sie sind so extrem, dass sie fast unwirklich klingen. Aber sie sind dokumentiert, jede einzelne.
Masayoshi Sons persönliches Vermögen fiel von 76,4 Milliarden Dollar auf weniger als 6 Milliarden Dollar. Ein Verlust von rund 70 Milliarden Dollar. In weniger als zwölf Monaten. Stellen Sie sich das vor. 70 Milliarden. Das ist mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt vieler Länder. Einfach verschwunden.
Die Softbank-Aktie verlor bis 2002 93 Prozent ihres Wertes. Von 198.000 Yen auf unter 14.000. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens schrumpfte von über 180 Milliarden Dollar auf unter 20 Milliarden. Guinness-Weltrekorde dokumentierte dies später offiziell als den größten persönlichen finanziellen Verlust der Geschichte. Kein anderer Mensch hat in so kurzer Zeit so viel Geld verloren.
Doch es waren nicht nur Verluste auf dem Papier. Softbank hatte echte Milliardenschulden. Kredite waren aufgenommen worden, um in Startups zu investieren. Banken wurden nervös. Ratingagenturen stuften Softbank herab. Anleihegläubiger verlangten höhere Zinsen. Es gab konkrete Tage, an denen Softbank am Rand der Zahlungsunfähigkeit stand. Son selbst sprach später in Interviews darüber. Er beschrieb Tage, an denen er nicht wusste, ob sein Unternehmen den nächsten Monat überleben würde. Nicht das nächste Quartal, den nächsten Monat. Jeder Tag war ein Kampf ums Überleben.
Dann kam etwas hinzu, das über Finanzen hinausging. Die japanischen Medien, die Son noch wenige Monate zuvor als Visionär gefeiert hatten, wandten sich gegen ihn. Zeitungsschlagzeilen nannten ihn einen Spekulanten, einen Zocker, einen Betrüger. Magazintitel zeigten sein Gesicht mit spöttischen Überschriften.
In diesem Angriff gab es eine dokumentierte und unangenehme Dimension. Latente Vorurteile gegen ethnische Koreaner in Japan kamen wieder an die Oberfläche. Kritiker deuteten an, ein echter Japaner hätte niemals so leichtsinnige Risiken eingegangen. Das belegen zeitgenössische japanische Presseberichte und spätere biografische Darstellungen. Es war nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine gesellschaftliche Angelegenheit.
Son zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück, gab selten Interviews, kapitulierte aber nicht. Und genau darin liegt der entscheidende Unterschied. Viele Investoren der Dotcom-Ära verkauften alles und verschwanden. Son hielt an seinen Kernpositionen fest, vor allem an seiner Beteiligung an Yahoo Japan. Er blieb überzeugt, dass das Internet die Welt verändern würde. Die einzige offene Frage war, ob er lange genug überleben würde, um recht zu behalten.
Sons Überlebensstrategie ruhte auf drei Pfeilern. Der erste war die Triage. Er verkaufte unprofitable Beteiligungen und konzentrierte alle Ressourcen auf die wenigen Unternehmen, die tatsächlich Erlöse erzielen konnten. Sein Portfolio schrumpfte von über 300 Beteiligungen auf einen fokussierten Kern.
Der zweite Pfeiler war die Verhandlung. Er traf sich mit seinen Gläubigern und verlängerte die Rückzahlungsfristen. Monat für Monat, Gespräch für Gespräch. Er erkaufte sich Zeit.
Der dritte Pfeiler war der wichtigste. Er machte eine neue Wette. Softbank stieg ins Breitbandgeschäft ein. Yahoo BB wurde einer der größten Internetprovider Japans. Glasfaserkabel, echte Infrastruktur, echte Kunden, die echte monatliche Gebühren zahlten. Das war keine Spekulation mehr. Das war ein Geschäft.
Dann der nächste Sprung. 2006 kaufte Son Vodafone Japan für 15,4 Milliarden Dollar, größtenteils über Schulden finanziert. Wieder ein enormes Risiko, aber diesmal zahlte es sich aus. Als Apple das iPhone auf den Markt brachte, sicherte sich Son die exklusiven Vertriebsrechte für Japan. Softbank Mobile explodierte. Das Unternehmen wurde profitabel. Die Aktie begann eine langsame, stetige Erholung.
Doch dann wiederholt sich das Muster. Son gründete 2017 den SoftBank Vision Fund. 100 Milliarden Dollar an zugesagtem Kapital. Der größte Technologie-Investmentfonds der Geschichte. Der saudische Staatsfonds gehörte zu den Geldgebern. Son investierte aggressiv: WeWork, Uber, Slack, DoorDash und dutzende weitere Unternehmen.
Und dann die Echos von 2000. WeWork kollabierte 2019 spektakulär nach seinem gescheiterten Börsengang. Der Vision Fund meldete Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe. Softbank sah sich erneut Fragen zur Solvenz und Strategie ausgesetzt. Wieder.
Ist Masayoshi Son ein visionärer Unternehmer, der die Zukunft vor allen anderen sieht, oder ein chronischer Spieler, der immer wieder alles auf eine einzige Überzeugung setzt und hofft, dass die Karte richtig fällt? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Vielleicht liegt genau darin der Punkt. Son hat einmal öffentlich gesagt, er bereue nichts. Der Verlust von 70 Milliarden Dollar sei der Preis gewesen, den er für seine Vision bezahlt habe.
Aber diese Geschichte handelt nicht nur von einem Mann. Sie berührt eine grundlegende Frage im Herzen der Technologiebranche. Wo endet die Vision und wo beginnt die Selbsttäuschung? Wo endet der Mut und wo beginnt die Rücksichtslosigkeit? Und was sagt es über eine Gesellschaft aus, die einen Menschen zum Helden macht, wenn die Kurse steigen, und zum Feind, wenn sie fallen?
Und nun die Frage an Sie: Was denken Sie? Ist Masayoshi Son ein Genie oder ein Zocker? Und würden Sie jemals alles auf eine einzige Überzeugung setzen? Schreiben Sie es in die Kommentare.
Im nächsten Video schauen wir uns einen anderen Milliardär an, der alles verlor. Aber aus völlig anderen Gründen. Die Geschichte ist anders, die Lehre ist ebenso schmerzhaft. Wenn Ihnen dieses Video etwas gegeben hat, dann abonnieren Sie den Kanal und aktivieren Sie die Glocke, damit Sie keine Folge verpassen.
Bis zum nächsten Mal. Und denken Sie daran: 70 Milliarden können verschwinden. Aber die Überzeugung, die sie erzeugt hat, bleibt. Ob das Stärke oder Wahnsinn war, wird nur die Zeit zeigen.

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