저자: JensRabe · 외국인
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버핏의 현금 2770억 달러는 위기 대비가 아니라 단기 국채(연 약 5% 이자)에 투자한 것이며, 금리 인하 시 채권 가격 상승 이익도 가능하다고 주장. 버핏이 애플 지분을 매도한 것은 세금 인상 전 실현 차익 목적이고, 투자 기회 부족으로 배당 지급이 이어질 것이라 전망. 나스닥/코스피 등 개별 자산의 명시적 가격 전망은 없음.
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Setzt Warren Buffett wirklich auf einen Crash? Hält er deshalb gerade so viel Cash? Darüber will ich heute mit euch sprechen. Kurz vorab: Ich sitze gerade im Ötztal in Tirol, und viele von euch haben diese Woche unter meinen Videos kommentiert, vor allem auf Instagram.
Alles begann am Wochenende, als Buffetts Zahlen veröffentlicht wurden. Man konnte wieder sehen, dass er noch mehr Cash hat als zuvor, nämlich 277 Milliarden Dollar. Außerdem hat er einen großen Anteil an Apple erneut verkauft. Ich will das kurz richtigstellen.
Dass er Apple-Aktien verkauft hat, überrascht niemanden. Das hat er schon am 1. Mai-Wochenende bei der Hauptversammlung von Berkshire gesagt: Man werde weiter Apple-Aktien verkaufen, um die Position zu verringern. Man muss verstehen: Er sitzt weiterhin auf einem riesigen Apple-Bestand, es ist nach wie vor seine größte Position, und vor allem sitzt er auf enormen Gewinnen.
Viele scheinen nicht zu begreifen, dass Buffett nicht der typische Buy-and-Hold-Investor ist, als der er oft dargestellt wird. In seiner gesamten Karriere hat er gar nicht so viele Aktien gekauft, insgesamt nur 260. Von diesen 260 Positionen hielt er 60 % weniger als zwei Jahre. Und ich glaube, über zehn Jahre hielt er nur Z-Aktien. Er hat den Rest verkauft.
Buffett ist also noch immer etwas von Benjamin Graham geprägt: Er kauft unterbewertete Aktien und verkauft, wenn sie seinen Schätzwert erreichen. Genau deshalb hat er verkauft, und das hat er im Mai erklärt. Er glaubt, dass die Steuern auf realisierte Gewinne in Amerika steigen werden, und deshalb verkauft er lieber jetzt als später.
Alle sagen, er warte nur auf den Crash. Meiner Meinung nach stimmt das nicht. Ich muss sagen: Buffett und ich telefonieren nicht oft miteinander. Eigentlich, glaube ich, nie. Das weiß ich also nicht aus erster Hand, aber ich habe eine etwas andere Sichtweise, und die hilft vielleicht zu verstehen, warum.
Wenn du erwartest, dass einer der besten Investoren der Welt auf einen Crash wartet, oder wenn du davon überzeugt bist, dann wäre es dumm, selbst zu investieren. Das ist klar. Wenn du aber sagst: Es gibt ganz andere Gründe, warum er so viel Geld hat, dann solltest du vielleicht deine eigene Anlagestrategie überdenken.
Schauen wir uns das an: Er hat 277 Milliarden, aber nicht in Cash. Er hat das Geld in festverzinsliche Anleihen investiert, Fünf-, Zwei-, Drei-, Fünf- und Zehnjährige. Darauf bekommt er etwa 5 % Zinsen. Damit hat er letztes Jahr angefangen, und im Schnitt erhält er etwa 5 % Zinsen pro Jahr. Dabei muss man verstehen: 5 % Zinsen sind nicht nur 5 % Zinsen.
Wenn die Zinsen in Amerika sinken, etwa weil die Regierung die Zinsen senkt, steigen gleichzeitig die Kurse der Anleihen. Dann verdient man nicht nur die Zinsen, sondern zusätzlich durch den Wertzuwachs der Anleihen. Bei sinkenden Zinsen und steigenden Anleihekursen kann man also noch mehr verdienen. Rechnet man das durch, kann man mit Staatsanleihen derzeit etwa 7 bis 8 % pro Jahr erzielen, und das ist eine relativ gute Idee.
Du sagst: Ich habe Geld, was mache ich damit? Ich investiere es. Warum kauft er jetzt nicht Aktien? Dazu muss man Folgendes bedenken: Für Buffett wird es aufgrund der Größe seines Konzerns natürlich immer schwieriger, dieses Geld zu investieren. Buffett ist nicht wie andere Unternehmen wie Meta oder Apple, bei denen Geld reinkommt und man es in etwas Neues steckt.
Er hat wirklich das Luxusproblem: zu viel Geld und zu wenige Ideen. Er kann dieses Geld nicht mal mehr am Markt anlegen, weil es schlicht keine Unternehmen gibt, die er übernehmen könnte. Stell dir vor, er sagt: Okay, ich investiere 100 Milliarden in den Aktienmarkt. Was würde passieren, wenn er 100 Milliarden in den Aktienmarkt pumpt? Wie das die Kurse nach oben treiben würde? Schwierig, oder?
Er besitzt allerdings Unternehmen, und das ist einer der Gründe, warum ich so ein großer Buffett-Fan bin und weiterhin an die Aktie glaube. Und warum bin ich so ein großer Fan? Er hat viele privat gehaltene Beteiligungen, also Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Dazu gehören NetJets, Fruit of the Loom, die Eisenbahngesellschaft, GEICO (der größte Autoversicherer), die Versicherungen und die Energieversorger, die ihm gehören, und so weiter. Selbst bei börsennotierten Unternehmen ist es unglaublich schwierig, 200 oder 270 Milliarden irgendwie zu managen. Man muss also etwas Neues finden.
Meine persönliche Meinung ist eben nur das, eine Meinung, keine Tatsache. Der Tag wird kommen, an dem Berkshire Hathaway Dividenden zahlt, weil sie mit dem Geld einfach nichts mehr anzufangen wissen. Sie kaufen zwar ab und zu Aktien zurück, würden das aber wohl deutlich massiver tun, wenn die Kurse etwas fallen. Und natürlich hat er auch gesagt: solange wir nichts Besseres finden. Vielleicht sind Staatsanleihen einfach die bessere Option als die eigene Aktie.
Warum glaube ich, dass Berkshire irgendwann Dividenden zahlen wird? Weil sie mit dem Geld sonst nichts anfangen können. Solange Buffett lebt, wird es nicht passieren, denn bei einem anderen Unternehmen würde irgendein Aktivinvestor kommen und sagen: Tut endlich etwas! Dividenden an die Aktionäre auszuschütten ist derzeit undenkbar, aber der Respekt vor Warren Buffett ist so groß, dass es nicht passiert. Das wird wohl eine ganze Weile dauern, und nicht unmittelbar nach seinem Tod.
Bei Apple sehen wir etwas Ähnliches. Solange Steve Jobs lebte, gab es keine Aktivinvestoren. Als Steve Jobs starb, stiegen die Aktivinvestoren sofort bei Apple ein und überzeugten den damaligen CEO Tim Cook, viele Aktien zurückzukaufen und vor allem Dividenden zu zahlen.
Ich glaube, dass das auch bei Berkshire Hathaway irgendwann passieren wird. Ob es nur ein Jahr oder zehn dauert, hängt davon ab, wie lange Warren noch bei uns ist. Meinetwegen zehn oder zwanzig Jahre, dagegen habe ich nichts. Ich bin überzeugt: Buffett wartet nicht auf den Crash und sagt nicht: Ich will dieses Geld irgendwie loswerden. Er kann es einfach nicht anders anlegen. Es gibt nicht so viele Unternehmen, in die er dieses Geld investieren könnte, und auch am Aktienmarkt nicht. Wenn er eine Milliarde irgendwo investiert, ist das schön, aber bei 266 Milliarden bringt das wenig. Im Vergleich dazu kann man in Staatsanleihen mit sehr viel Geld investieren, weil dieser Markt riesig ist.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass manche in Japan nach dem dortigen Crash wieder eingestiegen sind. Das werden wir in ein paar Wochen sehen.
Lass dich nicht von Leuten verrückt machen, die sagen, dass jemand, der Cash hat, auf einen Crash wartet. Wenn du dir die Person und das Unternehmen genauer ansiehst, erkennst du: Er hat das Geld nicht einfach liegen lassen, sondern investiert, und zwar in Staatsanleihen, was in seiner Position eine sehr kluge Anlage ist.
Warum verstehen das so viele nicht? Weil sie diese Produkte nicht kennen, weil sie nicht wissen, wie Zinsen, Staatsanleihen und Volatilität funktionieren. Am Sonntag lade ich ein Video hoch. Diese Woche haben wir mit Volatilitätstrades ordentlich verdient, darüber mache ich ein Video, das wird richtig gut.
Meine Kamera hat wieder den Dienst quittiert, das muss ich noch beheben. Am Sonntag gibt es also ein Video für euch, aber ihr solltet euch wirklich mit diesen Themen beschäftigen. Und ein kleiner Hinweis: Am 29. September veranstalten wir die einzige Live-Veranstaltung dieses Jahres für Nicht-Kunden in Deutschland, den Stock Market Strategy Day in Düsseldorf. Wer möchte, kann vorbeikommen. Den Link packe ich in die Videobeschreibung. Schaut es euch an, ich würde mich freuen, wenn ihr kommt. Ich zeige euch, was man als Privatanleger alles tun kann. Zum Beispiel haben wir letzten Herbst über Unilever gesprochen. Wir haben Unilever zusammen mit unseren Kunden gekauft und sind damit schon sehr, sehr profitabel. Diese Position werden wir wohl noch eine Weile halten. Man muss es nur verstehen, es ist nichts Kompliziertes. Man muss nur wissen, wie es funktioniert.
Das war's für heute. Bis Sonntag oder vielleicht schon morgen früh zu „Sport mit Jens“, oder am Samstag. Schaut unbedingt rein! Danke an alle neuen Abonnenten! Wir sind schon über 150.000, unser Jahresziel sind 200.000. Ich weiß, dass wir das schaffen! Danke, dass ihr dabei seid, und bis bald.



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