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Investieren wie Howard Marks | Podcast Finanzen, Geldanlage und Vermögensaufbau

Das liebe Geld Podcast · 2025-10-31 · 유튜브 시청 16 · Board Views 7 · International

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저자: MaxFranke · 외국인

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하워드 막스의 투자 철학을 소개하는 교육용 팟캐스트. 시장은 사이클로 움직이며 고점·저점을 예측하기보다 사이클 위치를 파악하고 대비해야 한다고 설명. 리스크는 변동성이 아닌 영구적 자본 손실로 정의하고 손실 회피가 핵심이라고 강조. 2차 사고(second-level thinking), 군중 심리 경계, 감정 통제, 장기 관점을 강조. 특정 종목·자산에 대한 가격 예측 발언은 없음.

다듬은 글

※ AI가 다듬은 글(오탈자·군말 정리)

Einführung und Ziel der Folge

01. Willkommen zu „Das liebe Geld“, dem Podcast für Geldanlage und Vermögensaufbau. Mein Name ist Max Franke, und heute geht es um die Weisheit eines der besten Investoren unserer Zeit, Howard Marks. Ich werde darüber sprechen, wie Howard Marks über die Bewegungen an den Märkten denkt, wie er als Investor das Risiko bei Geldanlagen betrachtet und wie unser Verhalten und unser Temperament uns bei der Geldanlage helfen oder schaden können.

Einfach, aber nicht leicht

02. Warren Buffett hat einmal gesagt, Investieren sei einfach, aber nicht leicht. Die Prinzipien des Investierens sind relativ leicht zu verstehen. Das ist keine Raketenwissenschaft, wie in zahlreichen Folgen dieses Podcasts erklärt wurde. Das bedeutet aber nicht, dass die meisten Anleger mit überdurchschnittlichem Erfolg investieren werden, doch es gibt tatsächlich erfolgreiche Investoren.

03. Dazu gehören zum Beispiel Warren Buffett, Charlie Munger oder Howard Marks. Howard Marks ist in diesem Podcast auch schon mehrfach aufgetreten, etwa in Folge 7 über Risiko am Aktienmarkt oder in Folge 54 über vernetztes Denken. Und wie viele andere erfolgreiche Investoren hat er sein Wissen und seine Anlagephilosophie mit der Welt geteilt, zum Beispiel in seinen berühmten Memos.

Die Memos von Howard Marks

04. Das sind seine Gedanken zum Investieren, die er regelmäßig niederschreibt und dann kostenlos auf der Website seiner Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management veröffentlicht. Es handelt sich um tiefgehende Analysen von Märkten, Risikozyklen und der Psychologie des Investierens, die auch für interessierte Leser verständlich sind. Soweit ich weiß, gibt es sie nur auf Englisch. Sie sind äußerst lesenswert und haben eine wirklich weltweite Leserschaft, darunter Warren Buffett, der einmal sagte, wenn er Memos von Howard Marks in seiner E-Mail sehe, seien sie das Erste, was er öffne und lese. Marks hat die Highlights seiner Memos außerdem in einem Buch zusammengefasst, das ich ebenfalls sehr empfehlen kann: „The Most Important Thing“.

Wer ist Howard Marks?

05. Das ist Anlass genug, um tiefer in ihn und seine Weisheit einzutauchen, und das führt zu der Frage: Wer genau ist Howard Marks? Marks wurde 1946 in New York geboren. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der renommierten Wharton School und hat einen MBA der University of Chicago. Nach dem Studium arbeitete er zunächst bei der Citibank im Bereich Kreditanalyse, wo er sich zum Beispiel mit Junk Bonds beschäftigte, also hochverzinslichen Anleihen, die auch Ramschanleihen genannt werden. Das sind sehr riskante Schuldverschreibungen, die von Unternehmen mit schlechter Bonität ausgegeben werden. Mehr Details dazu gibt es in Folge 33 über das Investieren in Anleihen.

06. Marks ging noch einen Schritt weiter und investierte in sogenannte Distressed Securities. Das sind Wertpapiere von Unternehmen, die bereits zahlungsunfähig waren oder kurz vor der Pleite standen, und damit verdiente er viel Geld. Nach einer weiteren beruflichen Station bei der TCW Group gründete er 1995 zusammen mit seinem Partner Bruce Karsh die Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management, die derzeit ein Vermögen von etwa 200 Milliarden US-Dollar verwaltet.

07. Einem breiteren Publikum wurde Marks während der Finanzkrise 2008 bekannt. Die Märkte befanden sich im Abschwung, überall herrschte Panik, aber Oaktree investierte. Das ist auch deshalb interessant, weil Oaktree dafür bekannt ist, konservativ zu agieren und sehr risikobewusst zu sein. Jedenfalls investierten sie 600 Millionen US-Dollar und machten einen Gewinn von sagenhaften 6 Milliarden US-Dollar. Insgesamt erzielte Marks mit Oaktree über einen Zeitraum von 16 Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von beeindruckenden 19 Prozent, was wirklich stark ist. Auch für ihn hat sich all das finanziell gelohnt: Das Magazin Forbes schätzt sein Nettovermögen auf etwa 2,2 Milliarden US-Dollar.

Seine Anlagephilosophie

08. So viel zur Biografie. Die wirklich spannende Frage ist: Wie investiert Howard Marks? Was ist seine Anlagephilosophie, und was können wir von ihm lernen? Die Anlagephilosophie von Howard Marks umfasst mehrere Punkte, die wir in diesem Podcast schon kennengelernt haben.

09. **1. Märkte entwickeln sich zyklisch.** Marks sieht darin einen sehr wichtigen Punkt beim Investieren. Märkte bewegen sich also nicht linear in eine Richtung. Es geht bergauf, dann ist der Gipfel erreicht, dann geht es bergab, bis der tiefste Punkt erreicht ist, und dann beginnt der Zyklus von vorn. Darüber habe ich in Folge 65 mit dem Titel „Der ewige Zyklus“ gesprochen. Als Anleger können wir diese Wendepunkte im Marktzyklus nicht vorhersehen, aber wir sollten uns darauf vorbereiten. Kernaussage aus Folge 95: Vorbereitung ist alles. Marks sagte: „You can’t predict, you can prepare.“ Man kann es nicht vorhersagen, aber man kann sich darauf vorbereiten. Mit anderen Worten: Wir sollten die Marktzyklen beherrschen.

10. Was heißt das konkret? Viele Anleger nehmen den aktuellen Markttrend und schreiben ihn in die Zukunft fort. Sie gehen bewusst oder unbewusst davon aus, dass es immer so weitergeht. Das tut es aber nicht. Stichwort: Folge 48. Auch das wird vorübergehen. Viele Anleger treibt der Wunsch an, die Zukunft vorherzusagen, sei es mit Blick auf die Entwicklung der Märkte, die politische Lage oder das Potenzial eines besonders innovativen Unternehmens. Und genau davon grenzt sich Howard Marks in seinem Denken deutlich ab. Für ihn ist es eine grundlegende Überzeugung, dass wir die Zukunft nicht vorhersagen können. Umso wichtiger ist es, sich des zyklischen Charakters der Märkte bewusst zu sein.

11. Das bedeutet zum einen, dass Märkte von Emotionen und Übertreibungen getrieben werden, und zwar in positiver wie in negativer Richtung. Und es bedeutet, dass jede Phase irgendwann endet, egal ob die Märkte im Keller sind oder ob sie euphorisch von Rekord zu Rekord eilen. Unsere Aufgabe als Investoren ist es, vorausschauend zu handeln, zu erkennen, dass jede Bewegung irgendwann ein Ende findet, und zu beobachten, wo wir im Zyklus stehen. Ein Indikator könnten hier zum Beispiel die Unternehmensbewertungen sein, wobei sehr hohe Bewertungen auf ein Ende der Aufwärtsbewegung hindeuten, oder die Stimmung und das Verhalten der Anleger. Einfach gesagt: Wenn die Schlagzeilen immer euphorischer werden und immer mehr Geld in den Markt fließt, spricht das für eine fortgeschrittene Phase der Aufwärtsbewegung. Herrschen dagegen Angst und Panik, sind wir wahrscheinlich nahe am Tiefpunkt. Ein Teil der Wahrheit ist also auch, den Zyklus richtig zu deuten, oder genauer: festzustellen, wo wir im Zyklus stehen. Das ist leichter gesagt als getan, und genau das ist eine der schwierigen Übungen beim Investieren.

12. **2. Risikobewusstsein.** Der zyklische Charakter der Märkte und das Verständnis, dass jede Marktbewegung irgendwann endet, gehen Hand in Hand mit einem weiteren wichtigen Punkt in der Anlagephilosophie von Howard Marks, nämlich dem Risikobewusstsein. In der akademischen Welt wird Risiko im Zusammenhang mit Geldanlage oft mit Volatilität gleichgesetzt, also der Anfälligkeit eines Wertpapiers für Schwankungen. Marks sieht das anders. Für ihn ist Risiko die Möglichkeit eines dauerhaften Kapitalverlusts, und seiner Meinung nach sollten wir Anleger uns auf den Kapitalerhalt konzentrieren. Er ist überzeugt, dass eine erfolgreiche Anlagestrategie vor allem defensiv stark ist. Darin steht er Warren Buffett mit dessen erster Regel des Investierens sehr nahe, die in Folge 14 besprochen wurde: „Never lose money“, verliere niemals Geld. Howard Marks sagte im Kern, dass die Gewinne von selbst kommen, wenn wir es schaffen, keine Verluste zu machen. Ziel ist also nicht, maximale Gewinne zu erzielen oder riesigen Profiten hinterherzujagen, sondern Verluste zu vermeiden. In diesem Zusammenhang ist das Risikomanagement eine zentrale Aufgabe für Anleger. Darüber habe ich in Folge 7 gesprochen, die sich mit Risiko am Aktienmarkt beschäftigte.

13. Die Wirtschaft entwickelt sich langfristig positiv. Im Durchschnitt steigen die Märkte in 7 bis 8 von 10 Jahren. Jeder kann mitmachen und Geld verdienen. Laut Marks ist das der einfache Teil. Die wirklich guten Investoren beherrschen seiner Meinung nach das Zusammenspiel aus Geldverdienen und verhältnismäßig geringerem Risiko. Sie schaffen also eine Asymmetrie: Sie verdienen Geld, wenn der Markt wächst, und verlieren in schlechten Zeiten weniger als der Markt. Sie erzielen langfristig überdurchschnittliche Renditen bei durchschnittlichem Risiko oder durchschnittliche Renditen bei unterdurchschnittlichem Risiko. Wenn Sie also immer nur den Marktdurchschnitt spiegeln oder in Extremfällen schlechter abschneiden als der Markt, dann bringen Sie mit Ihren Finanzentscheidungen als Investor keinen Mehrwert. In dem Fall sollten Sie statt in Einzelaktien lieber gleich den Markt abbilden, zum Beispiel mit einer passiven Anlagestrategie und einem breit gestreuten ETF-Portfolio.

14. **3. Vernetztes Denken.** Ein weiterer Punkt in der Anlagephilosophie von Howard Marks ist das sogenannte Second Level Thinking, das man auf Deutsch vielleicht als vernetztes Denken übersetzen könnte. Darüber habe ich schon in Folge 54 gesprochen. Es geht darum, auf einer zweiten Ebene zu denken, einen Schritt weiterzugehen und die Konsequenzen einer Handlung oder eines Ereignisses zu bedenken. Das kennen wir aus dem Schach: Ich mache nicht einfach einen Zug, sondern überlege, wie mein Gegner auf meinen Zug reagiert und was das wiederum für mein Spiel bedeutet. Beim Investieren ist es nicht ganz so einfach, aber im Kern sollte man sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben oder dem Konsens unbegründet vertrauen. Man sollte Fragen stellen. In diesem Zusammenhang stellte Marks zum Beispiel fest: Auf der ersten Ebene denkt man: „Das ist ein gutes Unternehmen, also kaufe ich es.“ Auf der zweiten Ebene denke ich: Es ist ein gutes Unternehmen, aber alle denken, es sei großartig, also ist es überteuert.

15. Auch hier geht es nicht darum, die Zukunft vorherzusagen. Das Ziel ist, mögliche oder wahrscheinliche Auswirkungen zu bedenken und erste Einschätzungen zu hinterfragen. Ein Zitat: „At Oaktree, we never forget that we don’t know what will happen.“ Bei Oaktree vergessen wir nie, dass wir nicht wissen, was passieren wird. Dieser unglaublich erfolgreiche Mensch und wirklich außergewöhnlich gute Investor argumentiert also, dass wir intellektuell demütig sein sollten, anstatt die Welt immer erklären zu wollen. Howard Marks versucht nicht einmal, ein Prophet zu sein. Er glaubt, dass Widerstandsfähigkeit wichtiger ist als Präzision. Statt perfekte Prognosen abzugeben, baut er sein Portfolio so, dass es in verschiedenen möglichen Szenarien robust ist. Man könnte auch sagen: dass es überlebt. Ein Zitat: „It doesn’t matter whether you are right or wrong, but how much money you make when you are right and how much you lose when you are wrong.“ Es kommt nicht darauf an, ob man recht oder unrecht hat, sondern wie viel Geld man verdient, wenn man recht hat, und wie viel man verliert, wenn man unrecht hat. Das erinnert an einen Aspekt aus Folge 108: Der Zinseszins darf nie brechen. Dort habe ich Investor Ray Dalio mit seiner All-Weather-Strategie zitiert und Vitaliy Katsenelson mit seinem All-Weather-Anlageportfolio. Zwei sehr erfolgreiche Investoren mit Überzeugungen und Anlageansätzen, die denen von Howard Marks sehr ähnlich sind. Das ist eine klare Abgrenzung zu vielen Influencern da draußen, die seit ein paar Jahren investieren und nun glauben, die Welt in all ihrer Tiefe erklären und die Gewinner des Aktienmarkts von morgen identifizieren zu können.

16. **4. Antizyklisch handeln und den Preis beachten.** Im Einklang mit dem zyklischen Charakter der Märkte investiert Marks gern in schwierigen Zeiten. Er versucht, die Turbulenzen am Markt zu nutzen. Auch hier denkt er ähnlich wie Warren Buffett, der den Aktienmarkt geprägt hat: Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und gierig, wenn andere ängstlich sind. Für Howard Marks ist außerdem immer der Preis wichtig, den er zahlt. Eine Aktie kann hervorragend sein, aber wenn der Preis zu hoch ist, ist sie für ihn keine gute Investition. Umgekehrt gilt: Auch ein ziemlich durchschnittliches Unternehmen kann eine gute Investition sein, wenn der Preis stimmt. In diesem Zusammenhang wird Howard Marks oft mit den Worten zitiert: „There is no security so good that it cannot be overvalued and thus become a bad investment. And very few securities are so bad that they cannot be so undervalued and represent a good investment.“ Es gibt kein Wertpapier, das so gut ist, dass es nicht überbewertet werden und damit zu einer schlechten Investition werden kann. Und nur wenige Wertpapiere sind so schlecht, dass sie nicht so unterbewertet sein können, dass sie eine gute Investition darstellen. Etwas einfacher gesagt: Ein mittelmäßiges Unternehmen zu einem extrem niedrigen Preis kann eine bessere Investition sein als ein großartiges Unternehmen zu einem überhöhten Preis. Das stimmt sicher, aber es bedeutet nicht, dass es für uns leicht ist, das zu beurteilen oder umzusetzen. Das unterstreicht den eingangs zitierten Satz: Investieren ist einfach, aber nicht leicht.

17. **5. Unabhängig denken und dem Herdentrieb widerstehen.** Eine weitere wichtige Lektion ist, unabhängig zu denken und sich vom Konsens abzuheben. Marks sagte sinngemäß: Man kann nicht das tun, was alle anderen tun, und dann erwarten, den Markt zu übertreffen. Das klingt einerseits sehr klug und richtig, aber ehrlich gesagt ist es unglaublich schwer umzusetzen, und die meisten von uns werden es wohl nicht schaffen. Sich vom Konsens abzuheben heißt auch, nicht dem Herdentrieb zu erliegen. Darüber habe ich in Folge 15 gesprochen, und Howard Marks warnt ebenfalls davor, der Herde der Anleger blind zu folgen. Das gilt besonders beim Kauf eines Wertpapiers auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit, denn dann sind alle positiven Fakten und Meinungen bereits eingepreist, und der allgemeine Konsens kann übermäßig positiv sein. Dem Strom zu folgen fühlt sich vielleicht sicher an, in Wahrheit riskieren wir aber, nur unterdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Und das bringt uns zurück zu dem Punkt, dass kritisches Denken eine der wichtigsten Eigenschaften beim Investieren ist. Anpassung führt selten zu guten Ergebnissen.

Fazit: Sich selbst kennen

18. Das führt schließlich zu der Erkenntnis, die in diesem Podcast schon mehrfach besprochen wurde: Beim Investieren sollte man vor allem sich selbst kennen und seine Emotionen im Griff haben. Marks sagte, dass emotionale Menschen seiner Meinung nach nicht zwangsläufig schlechte Investoren sind, aber erfolgreiches Investieren erfordert Selbstreflexion und Selbstkontrolle. Es geht darum, Verhaltensfehler zu vermeiden, sich nicht von Angst oder Gier treiben zu lassen und geduldig zu sein sowie eine langfristige Perspektive zu haben.

19. Damit endet diese Folge von „Das liebe Geld“ über Howard Marks. Ich hoffe, Sie konnten ein oder zwei wertvolle Erkenntnisse mitnehmen. Wenn Ihnen der Podcast gefällt, abonnieren Sie ihn kostenlos in Ihrer bevorzugten Podcast-App. Aktivieren Sie das Glockensymbol, um über neue Folgen informiert zu werden, und hinterlassen Sie eine Bewertung. Das würde mir sehr helfen. Die nächste Folge erscheint in zwei Wochen. Bis zum nächsten Mal!

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